Bogensparte Grundlagen

Montag, 02 November 2009

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Grundlagen

 

Disziplinen
Nach der FITA (Fédération Internationlae de Tir á l' Arc) werden bei einem internationalen Wettkampf im Freien insgesamt 144 Pfeile auf die Entfernungen

        90 - 70 - 50 - 30 m bei den Herren und 
        70 - 60 - 50 - 30 m bei den Damen geschossen. 

Daraus ergibt eine maximal mögliche Ringzahl von 1440 Ringen. Auf dem Gelände des IBM Klub - Mainz e.V. in Heidesheim können zur Zeit Distanzen bis zu 50 m geschossen werden. 
Auf Kreis-, Landes- und Bundesmeisterschaften werden zur Zeit jeweils 2 x 36 Pfeile auf 70 m geschossen. 
Dabei treten nicht nur Schwierigkeiten mit der großen Distanz, sondern auch Einflüsse durch Wind und Wetter auf. 
In der Hallesaison wird auf 18 m und 25 m geschossen. Die Auflagen (Zielscheiben) hierbei natürlich entsprechend der kürzeren Entfernung kleiner als im Freien. Bei Turnieren werden 2x30 Pfeile geschossen. 

Links- oder Rechtshandschützen
Für den Bogenschützen ist es weniger wichtig, ob er Links- oder Rechtshänder ist, sondern viel wichtiger welches sein dominantes Auge ist. Um dieses zu bestimmen, visiert man mit den Händen wie in der Abbildung links ein etwa 10 Meter entferntes Ziel mit beiden Augen an und führt dann die Hand langsam an das Gesicht heran, wobei man beide Augen offen lässt. Das Auge, vor dem dann die Hand automatisch stehen bleibt, ist das dominierende. 
Eine andere Möglichkeit besteht darin, wieder mit den Händen (oder auch der ausgestreckte Daumen) ein Ziel an zu visieren und abwechseln erst das linke und dann das rechte Auge zu schließen. Sie werden feststellen, dass bei einem Auge das Ziel nicht mehr zu sehen ist und beim dem anderen Auge das Ziel weiter sichtbar bleibt (beim visieren über den Daumen, verspringt das anvisierte Ziel). Ist es das rechte Auge, bei dem das Ziel sichtbar bleibt, oder nicht verspringt, sind Sie Rechtshandschütze. 

Unser Sportgerät

ist nicht zu vergleichen mit dem selbstgebauten "Flitzebogen" aus den Kindertagen, denn Sportbogen und Pfeile - unsere Munition - sind heute Hightech-Geräte, die finanziell stark zu Buche schlagen. Man kann aber auf vereinseigenen Geräten beginnen, sich mit  unserem Sport vertraut zu machen. Leihbogen, die fast jedes Bogensportfachgeschäft anbietet, erlauben einen leichten preiswerten Einstieg in die Sportart. 
Es werden verschiedene Bogentypen unterschieden: 

     Recurve Bogen         (mit Visier und Stabilisatoren) 
     Langbogen              (ohne Visier und Stabilisatoren) 
     Compound Bogen    (technisch hochgerüsteter kurzer Bogen mit einer Kraftumsetzung über Rollen) 

Der Recurvebogen / Olympischer Bogen

Der Recurvebogen besteht meistens aus drei Teilen, einem Griffstück und zwei Wurfarmen. Diese Teile werden zusammengesteckt und verschraubt. Bei dreiteiligen Bögen sind die Griffstücke meist aus Aluminium und die Wurfarme aus Holz, Carbon(Kohlenstoffaser), Fiberglas oder einer Mischung dieser Materialien. Es gibt auch einteilige Bögen, welche insgesamt aus Holz, Fiberglas und Carbon bestehen oder aus diesen Materialien kombiniert sind. Sehr wichtig Bestnadteil des Bogens ist die Pfeilauflage. Es gibt einfache selbstklebende Pfeilauflagen aus Plastik oder Metallfingern. Darüber hinaus sind Pfeilauflagen erhältlich, welche beim Abschuss des Pfeiles wegklappen und danach durch Federn oder Magnete wieder in Ihre ürsprüngliche Lage zurück kehren. Für die seitliche Anlage des Pfeiles kann man einen Button - eine federnde Pfeilanlage - und wegklappende, federnde High-Tech-Auflagen verwenden. Der Bogen wird nur mit den Fingern ausgezogen.Außer einem Fingerschutz(Tab) sind weitere Hilfmittel zum ausziehen des Bogens nicht erlaubt. 

Geschossen wird der Recurvebogen als Olympischer Bogen mit Visier oder als Blankbogen ohne Visierung. 
Mit dem Recurvebogen schießt man Aluminiumpfeile, Karbonpfeile oder Aluminiumkarbonpfeile(Typ ACE). Die Pfeile unterscheiden sich in der Steifigkeit, dem Durchbiegemoment des Pfeiles beim Abschuss. Der Pfeiltyp wird grob in Abhängigkeit vom Zuggewicht des Bogens und der Auszugslänge des Schützens bestimmt und dann durch Probeschießen bestätigt. Der Bogen und die Pfeile werden dann optimal auf einander und das Schießverhalten des Schützen abgestimmt. Als Anfänger sollte man sich hierbei in einem Bogenfachgeschäft und von erfahrenen Bogenschützen beraten lassen. 

 

Langbogen
Der traditionelle Langbogen(Longbow) ist aus einem Stück Holz mit gerade auslaufenden Enden gefertigt. Typische Hölzer zum Bau eines Langbogens sind Bambus, Eibe, Bergahorn, Esche, Rosenholz etc. Die Sehne ist heutzutage aus Kunststoff hergestellt und ist den früher benutzten Tiersehnen weit überlegen. Die Pfeile sind im Gegensatz zu den Sportbögen auch heute noch aus Holz gefertigt. Es gibt sogar Holzpfeile, die in einem sehr aufwendigen Verfahren in der Mitte hohl hergestellt werden, sogenannte Holzhohlschäfte. Im Wettkampf müssen unbedingt immer noch Naturfedern verwendet werden. Selbstverständlich sind Nocken und Pfeilspitzen in der modernen Zeit nicht mehr aus Knochen und Stein, sondern aus Kunststoff und Stahl. Der Longbow besitzt kein Visier, da er instinktiv geschossen wird, oder über wie beim Blankbogen über den Pfeil gezielt wird.Ohne jede technischen Hilfsmittel stellt der Langbogen beim Schießen hohe Anforderungen an die Schützen. Langbogen werden überwiegend für das Jagdschießen benutzt. 
Compound-Bogen
Typisch am Compound-Bogen sind die Umlenkrollen (je nach Ausformung auch energy wheels, control cams, speed cams o.ä. genannt). Diese bewirken, zusammen mit der Ausformung der Wurfarme und der Sehnenumlenkung, eine Zuggewichtsreduzierung bei vollem Auszug. Im Gegensatz zum Recurve-Bogen, der sein volles Zuggewicht bei vollem Auszug hat, geht die Zugkraft des Compound-Bogen erst durch ein Maximum und reduziert sich bei vollem Auszug wieder. Dies erleichtert den Zielvorgang. 
Man kann diesen Bogen mit oder ohne Auslöser (einer abzugsähnlichen Abschußhilfe), mit oder ohne Visier schießen. Zusätzlich ist ein Lochvisier in der Sehne erlaubt. Auf diesem Bogen verwendet man die gleichen Pfeile wie auf dem Recurvebogen. 

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Stand: 18.10.08