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Disziplinen |
| Nach der FITA (Fédération
Internationlae de Tir á l' Arc) werden bei einem internationalen Wettkampf
im Freien insgesamt 144 Pfeile auf die Entfernungen
90 - 70 - 50 - 30 m bei den Herren und
70 - 60 - 50 - 30 m bei den Damen geschossen.
Daraus ergibt eine maximal mögliche Ringzahl von 1440
Ringen. Auf dem Gelände des IBM Klub - Mainz e.V. in Heidesheim können zur
Zeit Distanzen bis zu 50 m geschossen werden.
Auf Kreis-, Landes- und Bundesmeisterschaften werden zur Zeit jeweils 2 x 36
Pfeile auf 70 m geschossen.
Dabei treten nicht nur Schwierigkeiten mit der großen Distanz, sondern auch
Einflüsse durch Wind und Wetter auf.
In der Hallesaison wird auf 18 m und 25 m geschossen. Die Auflagen
(Zielscheiben) hierbei natürlich entsprechend der kürzeren Entfernung
kleiner als im Freien. Bei Turnieren werden 2x30 Pfeile geschossen. |
Links-
oder Rechtshandschützen |
Für den Bogenschützen ist
es weniger wichtig, ob er Links- oder Rechtshänder ist, sondern viel
wichtiger welches sein dominantes Auge ist. Um dieses zu bestimmen, visiert
man mit den Händen wie in der Abbildung links ein etwa 10 Meter entferntes
Ziel mit beiden Augen an und führt dann die Hand langsam an das Gesicht
heran, wobei man beide Augen offen lässt. Das Auge, vor dem dann die Hand
automatisch stehen bleibt, ist das dominierende.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, wieder mit den Händen (oder auch der
ausgestreckte Daumen) ein Ziel an zu visieren und abwechseln erst das linke
und dann das rechte Auge zu schließen. Sie werden feststellen, dass bei
einem Auge das Ziel nicht mehr zu sehen ist und beim dem anderen Auge das
Ziel weiter sichtbar bleibt (beim visieren über den Daumen, verspringt das
anvisierte Ziel). Ist es das rechte Auge, bei dem das Ziel sichtbar bleibt,
oder nicht verspringt, sind Sie Rechtshandschütze. |
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Unser
Sportgerät |
ist nicht zu vergleichen
mit dem selbstgebauten "Flitzebogen" aus den Kindertagen, denn
Sportbogen und Pfeile - unsere Munition - sind heute Hightech-Geräte,
die finanziell stark zu Buche schlagen. Man kann aber auf vereinseigenen
Geräten beginnen, sich mit unserem Sport vertraut zu machen. Leihbogen,
die fast jedes Bogensportfachgeschäft anbietet, erlauben einen leichten
preiswerten Einstieg in die Sportart.
Es werden verschiedene Bogentypen unterschieden:
Recurve Bogen (mit Visier und Stabilisatoren)
Langbogen (ohne Visier und Stabilisatoren)
Compound Bogen (technisch hochgerüsteter kurzer Bogen mit einer
Kraftumsetzung über Rollen) |
Der
Recurvebogen / Olympischer Bogen |
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Der Recurvebogen besteht meistens aus drei Teilen,
einem Griffstück und zwei Wurfarmen. Diese Teile werden zusammengesteckt
und verschraubt. Bei dreiteiligen Bögen sind die Griffstücke meist aus
Aluminium und die Wurfarme aus Holz, Carbon(Kohlenstoffaser), Fiberglas
oder einer Mischung dieser Materialien. Es gibt auch einteilige Bögen,
welche insgesamt aus Holz, Fiberglas und Carbon bestehen oder aus diesen
Materialien kombiniert sind. Sehr wichtig Bestnadteil des Bogens ist die
Pfeilauflage. Es gibt einfache selbstklebende Pfeilauflagen aus Plastik
oder Metallfingern. Darüber hinaus sind Pfeilauflagen erhältlich, welche
beim Abschuss des Pfeiles wegklappen und danach durch Federn oder
Magnete wieder in Ihre ürsprüngliche Lage zurück kehren. Für die
seitliche Anlage des Pfeiles kann man einen Button - eine federnde
Pfeilanlage - und wegklappende, federnde High-Tech-Auflagen verwenden.
Der Bogen wird nur mit den Fingern ausgezogen.Außer einem
Fingerschutz(Tab) sind weitere Hilfmittel zum ausziehen des Bogens nicht
erlaubt.
Geschossen wird der Recurvebogen als Olympischer Bogen
mit Visier oder als Blankbogen ohne Visierung.
Mit dem Recurvebogen schießt man Aluminiumpfeile, Karbonpfeile oder
Aluminiumkarbonpfeile(Typ ACE). Die Pfeile unterscheiden sich in der
Steifigkeit, dem Durchbiegemoment des Pfeiles beim Abschuss. Der
Pfeiltyp wird grob in Abhängigkeit vom Zuggewicht des Bogens und der
Auszugslänge des Schützens bestimmt und dann durch Probeschießen
bestätigt. Der Bogen und die Pfeile werden dann optimal auf einander und
das Schießverhalten des Schützen abgestimmt. Als Anfänger sollte man
sich hierbei in einem Bogenfachgeschäft und von erfahrenen Bogenschützen
beraten lassen.
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Langbogen |
Der
traditionelle Langbogen(Longbow) ist aus einem Stück Holz mit gerade
auslaufenden Enden gefertigt. Typische Hölzer zum Bau eines Langbogens
sind Bambus, Eibe, Bergahorn, Esche, Rosenholz etc. Die Sehne ist
heutzutage aus Kunststoff hergestellt und ist den früher benutzten
Tiersehnen weit überlegen. Die Pfeile sind im Gegensatz zu den
Sportbögen auch heute noch aus Holz gefertigt. Es gibt sogar Holzpfeile,
die in einem sehr aufwendigen Verfahren in der Mitte hohl hergestellt
werden, sogenannte Holzhohlschäfte. Im Wettkampf müssen unbedingt immer
noch Naturfedern verwendet werden. Selbstverständlich sind Nocken und
Pfeilspitzen in der modernen Zeit nicht mehr aus Knochen und Stein,
sondern aus Kunststoff und Stahl. Der Longbow besitzt kein Visier, da er
instinktiv geschossen wird, oder über wie beim Blankbogen über den Pfeil
gezielt wird.Ohne jede technischen Hilfsmittel stellt der Langbogen beim
Schießen hohe Anforderungen an die Schützen. Langbogen werden
überwiegend für das Jagdschießen benutzt. |
Compound-Bogen |
Typisch
am Compound-Bogen sind die Umlenkrollen (je nach Ausformung auch energy
wheels, control cams, speed cams o.ä. genannt). Diese bewirken, zusammen
mit der Ausformung der Wurfarme und der Sehnenumlenkung, eine
Zuggewichtsreduzierung bei vollem Auszug. Im Gegensatz zum Recurve-Bogen,
der sein volles Zuggewicht bei vollem Auszug hat, geht die Zugkraft des
Compound-Bogen erst durch ein Maximum und reduziert sich bei vollem
Auszug wieder. Dies erleichtert den Zielvorgang.
Man kann diesen Bogen mit oder ohne Auslöser (einer abzugsähnlichen
Abschußhilfe), mit oder ohne Visier schießen. Zusätzlich ist ein
Lochvisier in der Sehne erlaubt. Auf diesem Bogen verwendet man die
gleichen Pfeile wie auf dem Recurvebogen. |
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