Sensorreinigung – ein Erfahrungsbericht von Dieter Lahme

Eigentlich fing alles mit meinem Weihnachtsgeschenk an. Einem Makroobjektiv von Tamron.

Um einmal zu sehen wie sich die Tiefenschärfe bei Makroaufnahmen verändert wenn ich mit kleiner und großer Blende fotografiere nahm ich mir einfach eine Blüte legte sie auf einen Fotokarton und ging an die Arbeit.

Nachdem ich die Bilderreihe gemacht hatte und sie am Computer betrachtete, stellte ich fest, dass je kleiner die Blende gewählt wurde auf dem Bild Flecken erschienen.

Bis Blende 8 war nichts zu sehen, siehe Bild.

Bei Blende 16 konnte man es schon sehen, wenn man genau hinschaut, siehe Markierungen:

Und bei Blende 22 konnte man es nicht mehr übersehen:

Das wurde dann mit noch kleinerer Blende noch gravierender.

Im Internet konnte ich dann sehr viele Videos für die Sensorreinigung auf YouTube finden. Dabei haben mir die beiden Filme

http://www.youtube.com/watch?v=ifsHcIpJ0Xs&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=PEELY1nOf-8&feature=related

sehr geholfen.

Als erstes versuchte ich dann mit einem Blasebalg den Sensor vom Staub zu befreien. Das half aber nicht wirklich weiter. Fragen bei meinen Mitstreitern in unserem Klub ergaben, dass ich zuerst einmal eine entsprechende Lupe benötige um den Sensor genauer betrachten zu können.

Mit einer Lupe, mit Beleuchtung und einer Vergrößerung von 6-Fach konnte ich dann sehr schön die Verunreinigung erkennen. Es war nicht nur Staub sondern es sah aus als ob auf der Sensoroberfläche schmierige Flecken wären.

Die Reinigung mit Sensorfilm wurde mir von Andreas empfohlen. Dabei wird mit einem Pinsel eine Flüssigkeit auf die Sensoroberfläche aufgetragen die nach dem Trocknen dann einfach abgezogen wird und der Staub sich dann darin befindet.

http://www.sensor-film.com/de/reinigung.html

Da es sich bei mir aber nicht nur um Staub handelte, schien mir diese Methode nicht ausreichend.

Deshalb entschied ich mich dann für ein Produkt von VisibleDust. Dort gibt es verschiedene Produkte je nach Verschmutzungsart. Ich entschied mich dann für ein Set, bestehend aus 4 Swabs, die gibt es je nach Sensor in der entsprechenden Größe, mit der Reinigungsflüssigkeit Smear Away.

http://www.visibledust.de/

Dieses Set habe ich bei Amazon für ca. 19,00 € bekommen.

Als erstes schraubte ich das Objektiv ab und hielt die Kamera mit der Objektivöffnung nach unten um sie dann mit dem Blasebalg von eventuell vorhabenden Staub im Innern zu befreien.

Danach schaltet die Kamera ein und wählte im Menü die manuelle Sensoreinigung aus. Dann klappt der Spiegel hoch und der Verschluss öffnet sich.

Man träufelt drei Tropfen auf einen Swap und geht damit über den Sensor einmal in die eine Richtung, dreht dann den Swap um und geht noch einmal in die andere Richtung.

Ein Blick durch die Lupe zeigte mit, dass die Verschmutzung beseitigt war.

Nach dem Ausschalten der Kamera schließt sich der Verschluss wieder.

Probeaufnahmen zeigten dann wieder fleckenfreie Bilder.

Das Ganze hat nur 10 Minuten gedauert.

Wichtig ist noch zu erwähnen, dass der Akku der Kamera vorher geladen werden muss, damit der Spiegel und der Verschluss nicht schließen solange man noch mit dem Swap in der Kamera hantiert. Wer eine externe Stromversorgung hat kann die benutzen.

Ich hoffe, dass Euch meine Erfahrungen etwas geholfen haben und ihr traut euch selber den Sensor zu reinigen, wenn es mal erforderlich sein sollte.

Übrigens kann man das auch vom Fachhandel durchführen lassen. Das kostet dann je nach Verschmutzungsgrad zwischen 35,00 und 50,00 €.

Viele Erfolg und immer fleckenfreie Bilder…

Dieter Lahme

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One Response to Sensorreinigung – ein Erfahrungsbericht von Dieter Lahme

  1. Toller Erfahrungsbericht – vielen Dank Dieter!!!

    Ich finde es toll dass so langsam der Blog mit Leben gefüllt wird, ich wünsche mir mehr davon ;-)